Reglement

§1 Grundsatz. Die Hobbyliga Lauf versteht sich ausschließlich als Freizeitorganisation und setzt voraus, dass alle teilnehmenden Mannschaften, den Hobbyfußball auch als solchen behandeln. Auf Fair Play und Kameradschaft ist in höchstem Maße zu achten.

§2 Verantwortlichkeit. Der Hobbyliga-Rat, bestehend aus jeweils einem Vertreter jedes Erst- und Zweitliga-Teams sowie der Liga- leitung, ist das höchste Gremium der Hobbyliga Lauf und hat in strittigen Fragen eine alleinige Vollmacht. Der Rat tritt durchschnittlich halbjährlich und in besonders wichtigen Fällen, wie dem Werten einer nicht ausgetragenen Partie, Unsportlichkeiten von Spielern oder Mannschaften, Ausschluss eines Teams aus dem Ligabetrieb (vgl. §12) oder vergleichbaren Themen, zusammen.

§3a Spielsystem. Die Hobbyliga Lauf ist in zwei Divisionen unterteilt, in der die beteiligten Teams innerhalb der Ligen aufeinander treffen. Gespielt wird ein einründiges System, welches besagt, dass es keine Hin- und Rückspiele gibt, sondern jedes Team je einmal gegen jede andere Mannschaft der Division anzutreten hat.

Am Ende der Spielzeit (vgl. §4a) steigen die drei besten Teams der zweiten Division in die erste Division auf. Die drei Mannschaften mit der schlechtesten Platzierung der ersten Division steigen in die zweite Division ab.

§3b Neulinge. Alle neu-einsteigenden Mannschaften starten automatisch in der zweiten Division.

§4a Zeitrahmen. Alle Partien der Saison 2016 müssen zwischen Dienstag, 01. März 2016 und einschließlich Montag, 31. Oktober 2016 ausgetragen werden. Ein Spiel, das innerhalb dieses Zeitraums nicht abgehalten werden kann, wird mit einer X:X-Wertung versehen. Allen davon betroffenen Mannschaften werden am Ende der Saison vier Minuspunkte für jede nicht ausgetragene Partie auferlegt. Dies betrifft in letzter Instanz auch Partien, die, obwohl nicht ausgespielt, per Ergebnis eingereicht werden (Betrugsversuch).

§4b Punktgleichheit. Kann ein Spiel, trotz wiederholtem Anfragen einer Mannschaft, nicht stattfinden, entscheidet der Hobbyliga-Rat über die Wertung dieser Begegnung. Bei Punktgleichheit mehrerer Vereine in der Abschlusstabelle entscheidet der direkte Vergleich. Im Falle eines fortwährenden Gleichstands urteilt ein Entscheidungsspiel über den endgültigen Ranglistenplatz.

§5 Rahmenbedingungen. Alle Spiele werden ausschließlich auf Kleinfeldern und/oder Bolzplätzen ausgetragen. Die Größe der Tore darf das Handballtor-Maß nicht unter- und  das Kleinfeld-Fußballtor- Maß nicht überschreiten. Es ist nicht zulässig, Spiele in Indoor-Anlagen zu verlegen.

§6 Spielstätten. Offizielle Spielorte sind die Bolzplätze am Siechenlohsteg in Lauf an der Pegnitz. Als Platz-Begrenzung dient, neben dem hohen Gras auf der einen, der Wanderweg auf der anderen Seite. Offizielle Ausweichanlage ist der Bolzplatz an der Karlsbrücke in Lauf an der Pegnitz. Die Mannschaften haben, bei gegenseitiger Übereinkunft, die Möglichkeit, auf anderen Spielstätten (die Bedin- gungen des §5 sind zu erfüllen), zu spielen.

§7 Spieldauer. Ein Spiel geht über zwei Halbzeiten á 30 Minuten Spieldauer. Die Dauer der Halbzeitpause, sowie einer angemessenen, falls notwendigen, Nachspielzeit wird kongruent von beiden Teams eigenständig festgelegt.

§8 Teamgröße. Eine Mannschaft setzt sich aus einem Torwart und fünf Feldspielern zusammen. Zu Spielbeginn müssen mindestens vier Feldspieler sowie ein Torwart eine Startaufstellung bilden. Die Anzahl der Auswechselspieler ist nicht definiert.

§9 Spielplanung. Es existiert kein vorgegebener Spielplan. Eine Terminabsprache erfolgt ausschließlich zwischen den Teamleitern der jeweiligen Mannschaften. Jede Partie ist bei den Ligaverantwortlichen anzumelden; geschieht dies nicht, kann für eine fristgerechte Wertung des Spiels keine Garantie übernommen werden. Nach Beendigung einer Begegnung ist von beiden Mannschaften ein vollständig ausgefüllter Spielberichtsbogen an die Ligaleitung zu entsenden.

§10 X:0-Wertung. Eine Mannschaft die zu einem, von beiden Teams fest vereinbarten, Spieltermin mit weniger als vier Feldspielern er- scheint, verliert das Spiel mit 0:X (gleichbedeutend mit 0:3-Toren). Erscheint eine Mannschaft zu einem, von beiden Teams fest verein- barten, Spieltermin nicht, wird die Begegnung, nach Ablauf der halbstündigen Wartefrist, mit 0:X (gleichbedeutend mit 0:3-Toren) gegen das betreffende Team gewertet.

§11 Spielabsagen. Eine fest terminierte Partie kann von jedem Verein maximal einmal abgesagt werden. Dies muss mindestens zwei Kalendertage (48 Stunden) vor dem Anpfiff geschehen, ansonsten wird, bei Nicht-Antritt, das Spiel mit 0:X (gleichbedeutend mit 0:3-Toren) gewertet. Erfolgt die Absage erst 24 Stunden vor Spiel- beginn (oder später), wird das Team, welches die Abberufung einge- reicht hat, neben der 0:X-Wertung mit zwei zusätzlichen Minuspunk- ten (= vier Minuspunkten) belastet.

§12a Quotenregelung. Alle zu absolvierenden Ligaspiele unterliegen einer sog. Spielequote. Diese sieht vor, dass in einem Zeitrahmen von zwei Monaten eine Mindestanzahl von drei Spielen zu absolvieren ist. Jene Anzahl lässt sich aus der Gesamtsumme von mind. 12 Saisonspielen (garantierte Mindestsumme aus Liga- und Pokalspielen) pro Team ableiten. Eine Ausnahme bildet der Driggslas SV, die nicht am Supercup teilnimmt. Die Quote darf dabei wettbewerbsübergreifend erbracht werden; Liga- und Pokalspiele zählen hernach gleichermaßen. Die Zeitfenster zur Austragung der jeweils mind. drei Partien gestalten sich wie folgt: März bis April, Mai bis Juni, Juli bis August und Sep- tember bis Oktober.

Sollte die Quote in einem der o.g. Zeitfenster von einer Mannschaft nicht erfüllt werden, so wird die Startgebühr des Folgejahres um mindestens 10 Prozent (je Zeitfenster, in der die Quote nicht erfüllt wurde) angehoben. Die maximale Erhöhung der Startgebühr liegt sogleich bei 40 Prozent  (Quote in allen vier Zeitfenstern nicht erfüllt). Diese Strafgebühr entfällt, sollten am Ende der Saison alle Partien absolviert worden sein. Eine akribische Prüfung der Quoten wird seitens der Ligaleitung (Adrian Thumann) vorgenommen.

§12b Punktstrafen. Jede 0:X-Wertung wird mit einer zweifachen Punktstrafe geahndet, die umgehend verrechnet wird. Nach Eingang der vierten 0:X-Wertung gegen einen Verein im Laufe einer Spielzeit erfolgt eine sofortige, automatisierte (nicht verhandelbare) Suspen- dierung, die an einen Ausschluss für die laufende Saison gekoppelt ist. In diesem Zuge werden alle bereits ausgetragenen Partien aus der Wertung genommen/annulliert, sowie mit einer X:0-Wertung für den Gegner versehen.

§13 Spielregeln. Tore können von jeder Feldposition aus erzielt werden. Auch der Torwart hat das Recht Tore zu erzielen. Ausnahme: Jegliche Art von Ab- und Einwürfen. Alle Freistöße sind direkt auszu- führen. Abseits- und Rückpass-Regelungen existieren nicht.

§14 Schiedsrichter. Ab Spielzeit 2016 kann die Ligaleitung nicht länger einen Vermittlungsdienst von Unparteiischen anbieten. Wir appelieren entsprechend an die Grundsätze des Fair Play (vgl. §1).

§15 Kader. Zu Beginn der Saison muss jede Mannschaft einen vollständigen Spielerkader bei der Ligaleitung anmelden. Vereine, welche zwei Mannschaften stellen, müssen ihren Kader gesondert ausweisen und haben nicht das Recht einen pauschalisierten Kader für beide Teams zu benennen. Ein Spieler, welcher bei einem HL-Verein gekadert ist, kann nur als Aushilfe bei anderen Vereinen auflaufen. Jeder Akteur darf nur in einer Mannschaft gemeldet sein, besitzt jedoch ein generelles Wechselrecht (vgl. §17).

§16a Aushilfe. Jeder Spieler kann zusätzlich als Aushilfe bei einem anderen Team eingesetzt werden, wenn dadurch die Anzahl von acht Spielern pro Mannschaft nicht überschritten wird. Grundsätzlich müssen zu Spielbeginn mindestens vier gemeldete Stammspieler auflaufen. Treten während der Partie Spieler der Stammmannschaft hinzu, muss/müssen, sofern die Anzahl von acht Akteuren überschrit- ten wird, der/die Aushilfsspieler aus der Partie ausscheiden.

§16b Meldung einer Aushilfe.  Setzt ein Team Aushilfen aus einem anderen HL-Team (Division I oder II) ein, so bedarf es hierzu immer einer Zustimmung der gegnerischen Mannschaft. Diese Zustimmung muss zwangsweise vor Anstoß der Partie eingeholt werden. Prinzipiell ist somit stets das Einverständnis der gegnerischen Mannschaft erforderlich, wenn ein externer Spieler, der bislang im Kader eines anderen Teams gemeldet ist, eine Spielberechtigung erhalten soll. Die Aushilfsspieler-Regelung (vgl. §16a) ist zu beachten.

§17 Kaderwechsel. Alle Spieler, die zu Saisonbeginn im Kader einer Mannschaft der Hobbyliga Lauf gemeldet sind und/oder während der Saison nachträglich zu einer Mannschaft hinzustoßen (und bislang zu keinem Zeitpunkt bei einem HL-Team aktiv waren), haben pro Spielzeit eine einmalige Möglichkeit von einem HL-Team (Division I oder II) in ein anderes HL-Team zu wechseln.

§18 Austritt. Zieht ein, der Hobbyliga bereits seit mindestens einer Spielzeit beiwohnendem, Verein im Zeitfenster zwischen dem Saisonende der abgelaufenen Saison und dem Beginn einer neuen Spielzeit seine Teilnahme zurück, wird die betreffende Mannschaft auf den letzten Tabellenplatz der jeweiligen Division gesetzt. Zwangsläufig ergeben sich daraus Änderungen auf den Abstiegsrängen, die ggf. einer nachträglichen Berücksichtigung unterliegen.

§19 Haftungshinweis. Die Teilnahme an allen Wettbewerben der Hobbyliga Lauf erfolgt auf eigene Gefahr. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Schäden jedweder Art.

§20 Gebühren. Um waghalsige Eintritte bzw. verfrühte Austritte zu verhindern, wird von jedem Team eine Startgebühr von 50,- EUR (in Worten: fünfzig) erhoben. Neulinge zahlen erstmalig 100,- EUR (in Worten: einhundert), erhalten jedoch bei zahlenmäßig zufrieden- stellender Austragung der eigenen Begegnungen zum Saisonende 50,- EUR (in Worten: fünfzig) zurück. Dieser Betrag ist als Kaution zu verstehen.

§21 Ehrung. Jede Meistermannschaft erhält nach Abschluss der Spielzeit einen Meisterpokal der Hobbyliga Lauf als Wanderpokal überreicht. Dieser befindet sich solange im Besitz der Siegermann- schaft, bis ein anderes Team den Titel erringt. Jede Siegermannschaft ist für eine persönliche Gravur auf der Trophäe verantwortlich.

§22 CdF-Qualifikation. Die Hobbyliga Lauf entsendet ein jedes Jahr vier Vereine zum überregionalen Wettbewerb der Copa de Frankonia. Ab Saison 2016 qualifizieren sich die Teilnehmer wie folgt. Mit Belegung der ersten beiden Plätze in Division I, mittels des Gewinns des Meistertitels in Division II und durch den Sieg im VfL Weizenbock-Supercup. Sollte der Sieger des Supercups aufgrund seiner Liga- Platzierung bereits qualifiziert sein, rückt das drittbestplatzierte Team der Division I nach. Sollten Teams auf die Teilnahme verzichten, werden die Teams gemäß ihrer Platzierung in der Abschlusstabelle nominiert.